Sonntag, 14. Oktober 2012

Rezension: Lewis Carroll - "Alice im Wunderland"

★ Details zum Buch  



Titel: Alice im Wunderland

Originaltitel: Alice's adventures in Wonderland

Autor: Lewis Carroll

Seiten: 137

Erscheinungsjahr: 1865 (2011)

Preis: 7,00€

Verlag: Insel Verlag

ISBN: 978-3-458-36202-9



★ Klappentext ★ 


Mit einem sprechenden weißen Kaninchen fängt alles an...Unversehens und kopfüber landet Alice im Wunderland, wo höchst merkwürdige Dinge geschehen und ihr allerlei wundersame Gestalten begegnen.

★ Der erste Satz ★ 


"Alice war es allmählich leid, neben ihrer Schwester am Bachufer still zu sitzen und nichts zu tun; denn sie hatte wohl ein oder zweimal einen Blick in das Buch geworfen, in dem ihre Schwester las, aber nirgends waren darin Bilder oder Unterhaltungen abgedruckt - "und was für einen Zweck haben schließlich Bücher", sagte sich Alice, "in denen überhaupt keine Bilder und Unterhaltungen vorkommen?"

★ Inhalt ★ 


Alice fällt, während sie einem weißen Kaninchen dass es sichtlich eilig hat nachläuft, in ein Kaninchenloch und findet sich plötzlich in einer sonderbaren Welt wieder, wo sie viele interessante Wesen kennen lernt. Eine Köchin, die eine sehr ausgeprägte Vorliebe für Pfeffer hegt, einen Hutmacher und seine Freunde während sie ihren Nachmittagstee trinken oder die furchteinflößende  Herzkönigin, die am liebsten ihr gesamtes Königreich kopflos sehen würde und viele mehr.

★ Cover & Aufmachung ★ 


Das Cover ist jetzt kein wirklicher Hingucker, heißt aber nicht, dass ich es abgrundtief hässlich finde, im Gegenteil, es ist ganz hübsch. Man sieht darauf die geschrumpfte Alice zwischen Grashalmen und Blumen stehen. 

Alice im Wunderland
Quelle: www.insel-verlag.de

Eine besondere Aufmachung mit Ornamenten oder sonstigem gibt es nicht, jedoch sind viele kleine Gedichte und Lieder eingebracht, die sich ein bisschen vom normale Text abheben. 
Diese Aufmachung finde ich weitaus schöner, als andere Versionen.

 ★ Meine Meinung ★  


Ich hab nie wirklich Kinderbücher gelesen, jedenfalls nicht die wirklich bekannten. Lieber saß ich in der Grundschule mit einem dicken Harry Potter Buch in der Leseecke. Die verlorene Kinderbuchlesezeit will ich jetzt nachholen, also musste ganz schnell Alice im Wunderland her. Ich hab zwar ne Woche gebraucht, weil ich so viel um die Ohren hatte, jedoch kam ich insgesamt schnell durch, da es nicht mal 150 Seiten hat. Die Handlung konnte ich schon durch die zahlreichen Filme, Serien, Spin-Offs, Mangas und was weiß ich noch alles so gut wie auswendig, aber das richtige Buch zu lesen ist dann doch eine ganze Spur...anders.


Wirklich Spannend war Alice im Wunderland nicht. Vielleicht bin ich da alleine und andere saßen nägelkauend vor dem Buch aber ich denke auch nicht, dass es ein packender Roman sein soll, immerhin ist es ein Kinderbuch. Allerdings fand ich Alices Monologe und wirren Gedanken sehr amüsant und auch die Gespräche mit den Kreaturen brachten mich zum schmunzeln. Außerdem war die Sprache, anders als bei manchen Klassikern, einfach und angenehm zu lesen. Ich würde es eher ein kurzes Lesevergnügen nennen.



Jeder Charakter in dem Buch ist auf seine Art sonderbar. Die etwas verträumte und besserwisserische Alice..nun ja, sie ist eine ganz nette 


Protagonistin aber ein wenig naiv, aber bei einem Mädchen in ihrem Alter nicht ganz ungewöhnlich. Ein bisschen Schade fand ich, dass man einige Charaktere, wie den Hutmacher oder vielleicht auch die Königin nicht näher kennen lernen konnte. Über den Hutmacher erfährt man lediglich nur, weshalb er den ganzen Tag nichts anderes tut, als seinen fünf-Uhr-Tee zu trinken. Mich hätte es vielleicht  interessiert, wieso die Königin im Sekundentakt die Köpfe rollen lassen will. Na ja, aber ein richtiges Kennen lernen bei so verwirrenden Kreaturen stelle ich mir ziemlich schwer vor.


Insgesamt war Alice im Wunderland eine kleine süße Geschichte, auch wenn ich manchmal selber ziemlich verwirrt war. Es gibt sogar noch eine Fortsetzung, die in einer anderen Welt spielt. Alice hinter den Spiegeln zieht auch irgendwann in näherer Zukunft in mein Regal ein.


 ★  Fazit  ★  


Alice im Wunderland muss man mindestens ein Mal im Leben gelesen haben, entweder als Kind, Jugendlicher oder Erwachsener. Auch für Klassik-Muffel durchaus zu empfehlen, jedoch ist es stellenweise SEHR wirr und schnell voranschreitend. Wie gesagt, hätte ich mir mehr Zeit mit einigen Charakteren gewünscht und etwas über sie erfahren. Es war nicht der oberhammer, sodass ich es unendliche Male lesen müsste aber für ein Mal hat es sich gelohnt. 

Lewis Carrolls außergewöhnliches Buch bekommt von mir ganz gute 3 1/2 von 5 Ninjas :)



Über den Autor
Bilder von Lewis Carroll
Quelle: Amazon

Lewis Carroll, mit bürgerlichem Namen Charles Lutwidge Dodgsom, wurde am 27. Januar 1832 in Daresbury (England) geboren. Er lehrte Mathematik in Oxford und schrieb neben seinen Hauptwerken "Alice im Wunderland" und "Alice hinter den Spiegeln"" Erzählungen, Gedichte und auch wissenschaftliche Aufsätze. "Alice im Wunderland", gewidmet der Tochter seines Dekans, Alice Pleasance Liddell,  wurde eines der meistzitierten Werke der Weltliteratur. Die Geschichte wurde mehrfach verfilmt und dramatisiert. Lewis Carroll starb am 14. Januar 1898 in Guildford, im Alter von 66 Jahren.






Leo ^^

Kommentare:

  1. Ich bin schon gespannt auf das Buch ;)) Ich finde ja auch, dass man solche Klassiker wenigstens einmal gelesen haben sollte!

    LG
    Charlie

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    1. Eben :) ..Ich steh sowas von auf Shakespeare aber ich erwarte von keinem das er auch nur Romeo und Julia liest, weil Shakespeare nichts für jeden ist aber solche Kinderbücher wie Alice im Wunderland oder Peter Pan (kommt auch bald dran :D)sollte man schon kenne, sonst entgeht einem was :)

      LG :)

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